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  • So umweltschädlich wie eine halbe Jeans. 

    Elektroautos sollen der Menschheit helfen, den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Ein häufiges Argument gegen Elektroautos ist der vermeintlich hohe Wasserverbrauch bei der Gewinnung von Lithium für die Batterie. Fakt oder Vorurteil? Ein Experte schafft Klarheit.

  • Ein Auto macht nur dann Sinn, wenn es einen Planeten gibt, auf dem man damit fahren kann. Damit der Klimawandel unsere Erde nicht unbewohnbar macht, denken viele Menschen um – und der eine oder andere steigt auch schon um. Auf Elektromobilität. Zwar haben Konzerne wie Volkswagen, BMW, Daimler oder Renault-Nissan inzwischen beim Antrieb den Schwerpunkt auf Elektromobilität gelegt. Doch bis die breite Bevölkerung nicht mehr mit einem Verbrennungsmotor, sondern mit einem elektrischen Motor unterwegs ist, werden noch viele Jahre vergehen. Eine Bremse bei dieser Umstellung ist die weit verbreitete Ansicht, bei der Herstellung von Elektroauto-Akkus werde sehr viel Wasser verbraucht. E-Autos seien aus diesem Blickwinkel also Umweltsünder. Was ist dran an dieser Behauptung?

  • Nachhaltiger als 11 Avocados. 

    Maximilian Fichtner ist Direktor am Helmholtz-Institut, einem Forschungsinstitut in Ulm zur Erforschung und Entwicklung von elektrochemischen Energiespeichern. Gegenüber dem Berliner Tagesspiegel hat der Experte einen aufschlussreichen Vergleich gezogen. Dabei geht Fichtner von einem 64-kWh-Akku aus, der im Mittelfeld der Akku-Varianten für ein Tesla Model 3 liegt und für eine Reichweite von etwa 450 km sorgt. Geht man von einer Lebensdauer von 2.000 Be- und Entladezyklen aus, dann kommt man mit diesem Akku auf eine Gesamtfahrleistung von 900.000 km. Für die Lithium-Produktion eines solchen 64-kWh-Akkus benötigt man 3.840 Liter Wasser.

    Das klingt dramatisch viel – für jemanden, der diese Zahl nicht einordnen und ins Verhältnis zur Produktion von anderen Gütern setzen kann. Fichter erklärt, dieser Wasserverbrauch würde der Produktion von 250 Gramm Rindfleisch oder einer halben Jeans entsprechen. Oder aber auch dem Anbau von 10 Avocados sowie 30 Tassen Kaffee. Mit anderen Worten: Die viel kritisierte Lithium-Produktion eines 64-kWh-Akkus ist nachhaltiger als die Herstellung einer Jeans. „Ich wundere mich ohnehin immer, dass in der Öffentlichkeit nie über das Lithium in Laptops oder Mobiltelefonen gesprochen wird – aber beim E-Auto ist es auf einmal ein Problem“, sagt Fichtner im Gespräch mit Tagesspiegel Background. Auch in vielen industriellen und chemischen Prozessen werde Lithium in grossen Mengen verwendet.

  • Ab 2025 kobaltfreie Akkus. 

    Kritiker von Elektroautos, die nun ihr Lithium-Argument entkräftet sehen, werden jetzt womöglich auf das Kobalt-Problem von E-Auto-Batterien verweisen. Doch auch hier sorgt der Fachmann für Klarheit. Kein Zweifel: Kobalt wird auch im Jahr 2020 noch unter unsagbar schlechten Bedingungen in Afrika abgebaut. Aber in Tesla-Akkus liege der Anteil von Kobalt nur bei 2,8 Prozent, so Fichtner. Und 2025 werden sogar völlig kobaltfreie Batterien verfügbar sein, erklärt der Direktor des Forschungsinstituts. Zudem würden Konzerne wie BMW oder Volkswagen dafür sorgen, dass das Kobalt in ihren Akkus aus einwandfreien Quellen stammen.

    Damit ist auch das Kobalt-Argument als Vorurteil entlarvt. Gut, wenn sich in der Diskussion jemand zu Wort meldet, der keine subjektive Meinung äussert, sondern Fakten sprechen lässt. Bei der schwierigen Umstellung auf Elektromobilität gibt es dank Maximilian Fichtner jetzt jedenfalls zwei Bremsen weniger.

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